Meine Vermutung war es - vielleicht sind amerikanische Anwaltserien daran schuld - dass alle in Anzügen in ein nahegelegenes schickes Restaurant gehen, natürlich teure Weine trinken und dann alle gemeinsam Karaoke singen.
Aber Ally McBeal war nicht dabei; vor Gericht gewinnt man ja dann auch dadurch, dass in der dritten Reihe jemand aufsteht und den Schuldigen benennt. Und nicht durch langwierige Vorbereitung. Bei Herrn Ackermann und Herrn Esser stand ja auch niemand auf und klärte den ganzen Fall auf, die mussten schon eine Einstellung gegen Auflage auf sich nehmen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Aber halt, es ist ja Mittags und wir sind in Deutschland und nicht in der fiktiven Wunderkanzlei von Ally, wo man ja auch nur über die Gänge läuft und sich charmant unterhält, statt Akten zu fräsen.Liebling Kreuzberg ist ja auch nicht Wirklichkeit; der wäre dann ja auch so etwas wie ein Fachanwalt für kleine Streitwerte und insolvente Mandanten. Da wir uns aber im Hier und Jetzt befinden, muss in der Mittagspause schnell gegessen werden, damit gleich weiter gemeetet werden kann.
Und schnell ist gar kein Ausdruck. Nach 15 Minuten sitzen alle wieder am Tisch und weiter geht es. Meine Vermutung: Ein Anwalt hat einfach einen anderen Magen. Jeden Bissen nur zweimal gekaut und dann runter geschluckt. Trotzdem sind alle gut gelaunt - Haifischmagen sei Dank.
PS: Wer hätte unter solchen Umständen gedacht, dass Deutschlands drittgrößter Blog ein juristischer "Blawg" ist? Wer hat denn sooo viel Zeit?
1 Kommentar:
Klar haben Anwälte andere Mägen - Haimägen.
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